
Optimale Ernährung unter GLP-1: Worauf wir gemeinsam achten
Wie professionelle Ernährungsbegleitung Ihre GLP-1-Therapie unterstützen kann.
Optimale Begleitung für beste Ergebnisse
Unter einer Therapie mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten erleben viele Patienten eine deutliche Reduktion des Hungergefühls – eine klinisch erwünschte Wirkung. Mit professioneller Ernährungsbegleitung nutzen Sie dieses Zeitfenster optimal: Dabei geht es um Körperzusammensetzung und Stoffwechselgesundheit.
Ärztinnen und Ärzte sowie Ernährungsfachkräfte begleiten Sie daher gezielt durch eine qualifizierte Ernährungstherapie nach § 43 SGB V. Dabei fokussieren wir uns auf drei medizinische Säulen:
- Prävention von Sarkopenie (Muskelabbau)
Wenn die Kalorienzufuhr massiv sinkt, neigt der Körper dazu, Energie aus dem Muskelgewebe zu gewinnen. Dies senkt Ihren Grundumsatz und gefährdet den langfristigen Erfolg. Eine gezielte Eiweißzufuhr hilft, die Muskelmasse zu schützen. - Mikronährstoff-Management
Wer weniger isst, nimmt häufig auch weniger lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe auf. Regelmäßige Laborkontrollen helfen, Mangelzuständen wie Haarausfall, Erschöpfung oder Knochendichte-Verlust vorzubeugen. - Nachhaltige Verhaltensmodifikation
Langfristig unterstützen können ergänzende Konzepte wie die digitale Anwendung zanadio. Als zertifizierte DiGA unterstützt zanadio Sie im Alltag dabei, ein gesundes Essverhalten zu festigen und Bewegungsmuster zu etablieren.
Praktische Tipps für Ihren Alltag
Diese einfachen Grundregeln helfen Ihnen, das Beste aus Ihrer Therapie herauszuholen:
- Priorität für Protein
Jede Mahlzeit sollte eine hochwertige Eiweißquelle enthalten (z. B. mageres Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte oder Quark), um dem Muskelabbau aktiv entgegenzuwirken. - Nährstoffdichte vor Kalorien
Da Sie weniger essen, muss jedes Gramm Nahrung zählen. Bevorzugen Sie unverarbeitete Lebensmittel mit hoher Vitamin- und Mineralstoffdichte. - Hydratation und Ballaststoffe
Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ballaststoffe, um die unter GLP-1 häufig auftretenden gastrointestinalen Nebenwirkungen wie Verstopfung zu minimieren. - Kleine, bewusste Portionen
Essen Sie langsam und hören Sie auf, sobald ein Sättigungsgefühl eintritt, um Übelkeit und Erbrechen durch eine Überdehnung des Magens zu vermeiden.
Fazit
Die professionelle Ernährungstherapie ist bei dieser hochwirksamen Medikation kein optionales Zusatzangebot, sondern eine essenzielle Sicherheitsmaßnahme. Sie hilft, beim Abnehmen auf eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß und Nährstoffen zu achten.
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Quellen (1)
- 1Deutsche Adipositas-Gesellschaft et al. (2024): S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas, Version 5.0. register.awmf.org